Person mit Unterlagen in ruhiger Arbeitsatmosphäre

Wie wir nachhaltige Anlagen und ESG-Daten lesen

Eine feste Schrittfolge — damit künstliche Intelligenz dort hilft, wo sie sortiert, und nicht dort entscheidet, wo Mandate Klarheit verlangen.

Die Methodik ist das Rückgrat jeder ESG-Analyseberatung bei FocusMeridian. Sie gilt für Portfolioreviews ebenso wie für die Vorbereitung von Workshops und Gutachten.

  1. Mandat und Maßstab

    Wir erfassen Ausschlusslisten, Positivkriterien, Stiftungszwecke und Berichtspflichten. Ohne diesen Maßstab bleibt jeder ESG-Score beliebig.

  2. Quellenlage kartieren

    Welche Primärquellen liegen vor? Welche Ratings, Controversies-Feeds und KI-Zusammenfassungen werden bereits genutzt? Widersprüche werden markiert, nicht glattgebügelt.

  3. Stichproben und Tiefenprüfung

    Je nach Portfoliogröße prüfen wir Emittenten stichprobenartig oder vollständig gegen Ausschlusskriterien, Scope-Angaben und laufende Verfahren.

  4. Rolle der KI benennen

    Wo maschinelle Klassifikation oder Textzusammenfassung eingesetzt wurde, dokumentieren wir Datenstand, bekannte Fehlertypen und fehlende Kontexte (z. B. lokale Medien, Gerichtsakten).

  5. Schriftliche Einschätzung

    Ergebnis ist ein Dokument mit Befunden, offenen Fragen und Handlungsoptionen für das Gremium — in der Sprache des Mandats, nicht in Produktbroschüren-Ton.

Was wir bewusst weglassen

Wir erstellen keine automatisierten Handelssignale, keine Black-Box-Scores und keine „grünen“ Ranglisten ohne Quellenanhang. KI-Modelle, die wir in der Analyse streifen, dienen der Orientierung — die Verantwortung für Portfolioentscheidungen bleibt beim Mandanten.